Selbstgemachtes
Spaghetti Carbonara
(wie üblich für zwei mit Nachschlag)
Du brauchst:
150g geräucherten Speck
3 Knoblauchzehen
200ml Schlagsahne
3 Eigelb
80g Parmesan
1 Handvoll grob gehackte Petersilie
reichlich grob gemahlenen schwarzen Pfeffer
350g Spaghetti
Den Speck in dünne Streifen schneiden, kross braten und auf Küchenkrepp abtropfen. Den Knoblauch zerdrücken, in einer Schüssel mit der Schlagsahne und den Eigelben verrühren. Den Parmesan reiben und unter die Ei-Sahne-Masse rühren. (So viel Parmesan einstreuen, bis die Masse deutlich dickflüssiger wird.) Die Spaghetti al dente kochen, abgießen und zurück in den Topf geben. Den krossen Speck, die Petersilie, den Pfeffer und die Soße dazugeben und auf der warmen Kochplatte gut vermischen. So lange rühren, bis alles verteilt ist und sich die Sauce gut über die Pasta gezogen hat und leicht eindickt. Dann auf vorgerärmte Teller geben und nochmal mit frisch gemahlenem Pfeffer überstreuen und schnell aufessen.
Der Unfairness halber sollte ich noch hinzufügen, dass ich über das arkane Wissen meines Schwiegertigers verfüge, wie man den Speck besonders toll hinbekommt, aber das darf ich nicht preisgeben.
Gedämpfter Fisch in Chili-Limetten-Sauce (thailändisch)
Ein Fisch von 600g reicht für 2 Personen als gut bemessene Vorspeise, als Hauptgericht nur für einen.
Du brauchst:
1 großen Topf mit Dämpfeinsatz
1 Fisch, z.B. Buntbarsch, küchenfertig ausgenommen und tiefgekühlt, möglichst nicht länger als der Topf (Die Frau von Welt geht auch mal mit 'nem Zollstock zur Fischtheke.)
4 Stängel Zitronengras
4 rote Chilies
1 grüne Chili
4 Knoblauchzehen
3 Teel. brauner Zucker
10 weiße Pfefferkörner
6 Essl. Limettensaft
6 Essl. Fischsauce
1 kl. Handvoll Koriander, grob gezupft
1 unbehandelte Limette, in Scheiben geschnitten
Den tiefgekühlten Fisch kurz unter fließend warmem Wasser abspülen und auf jeder Seite an der dicksten Stelle 3x einschneiden. Vom Zitronengras den weichen Kern freischälen. Die harten Blätter grob hacken, den weichen Kern in Ringe schneiden. Den Boden des Topfes bis unter den Dämpfeinsatz mit Wasser füllen, die groben Zitronengras-Blätter einstreuen. Den Fisch auf den Einsatz legen und die feinen Zitronengrasringe über den Fisch und auf den Dämpfeinsatz streuen. Deckel drauf und das Wasser zum Kochen bringen, dann bei niedriger Hitze (bei mir Stufe 2 des Elektroherdes) 45 Minuten dämpfen. (Dieser Wert gilt für einen relativ dicken, gefrorenen Fisch; bei aufgetauten, frischen, dünneren Fischen kann man auch mit 15 Minuten hinkommen. Der Fisch ist gar, wenn man die Rückenflosse leicht rausziehen kann.)
Während der Fisch gart, bringst Du die Sauce auf den Weg, geht ganz flott: Die Chilies und Knoblauchzehen hacken und mit dem Zucker und den Pfefferkörnern im Mörser grob zerstoßen. Die Paste dann mit Limettensaft und Fischsauce verrühren.
Wenn der Fisch gar ist, fummelst Du gröbere Zitronengrasreste ab, hebst Du ihn auf eine Platte oder einen Teller, übergießt ihn mit der Sauce und streust Korianderblätter drüber und dekorierst mit den Limettenscheiben.
Grünes Thaicurry
Mein Klassiker, gibts bestimmt einmal in der Woche und hilft gegen jedwede Missstimmung - einfach die Menge der Chilies erhöhen, bis man nichts anderes mehr merkt.
Für zwei enthusiastische Esser (mit Nachschlag) brauchst Du:
1 mittelgroße gehackte Zwiebel
1 1/2 Essl. grüne Currypaste
375ml Kokosmilch
125ml Wasser
6 Kaffir-Limettenblätter, längs durchgerissen
150g gemischte grüne Thaigemüse, in Stücke geschnitten (z.B. Schlangenbohnen, Erbsen-Auberginen, Eier-Auberginen, Pfefferrispen, grüne Peperoni)
250g Hähnchenbrust, kleingeschnetzelt
2-4 Chilies, in Ringe geschnitten
1 Handvoll Thaibasilikum
1 1/2 Essl. Limettensaft
1 Essl. Fischsauce
1 Teel. brauner Zucker
Jasminreis als Beilage
Am besten bereitest Du alle Zutaten vor, bevor Du den Herd einschaltet, dann geht die Kocherei am stressfreiesten und es sieht dazu noch total professionell aus. Alle Zutaten werden mundgerecht kleingeschnitten, denn in Thailand isst man mit Gabel und Löffel, geschnitten wird am Tisch nichts mehr.
Fertig? Los: In einer großen Pfanne mit hohem Rand erhitzt Du einen Schuss neutrales Öl und brätst die Zwiebel an, bis sie leicht glasig wird. Dann die Currypaste dazugeben und die Paste mit einem Löffel auseinanderdrücken und verteilen, bis sie duftet. Dann Kokosmilch und Wasser zugeben und rühren, bis sich die Currypaste vollständig aufgelöst hat. Dann kannst Du die Kaffirblätter reinwerfen und auch das Gemüse. Wenn das Gemüse noch gefroren ist, stell Deine Küchenuhr hier auf 20 Minuten, bei frischem Gemüse auf 15 Minuten. Der Countdown läuft. Schalte den Herd runter, dass das Curry allenfalls noch leise köchelt, bei mir ist das Stufe 2. Bei 12 Minuten Restzeit wirfst Du das kleingeschnittene Hühnerfleisch dazu (das Curry darf dann nicht mehr kochen, sonst wird das Huhn zäh), bei 3 Minuten das Thaibasilikum, die Chilies, Fischsauce, Zucker und Limettensaft und rührst ordentlich um. Nochmal abschmecken, ob es auch richtig schön scharf-salzig mit einem Hauch Süße ist, und mit Jasminreis servieren. In Reichweite sollten auch Tempotücher liegen, denn wenn die Nase beim Essen nicht läuft, dann ist's nicht scharf genug und nur der halbe Spaß.

Links die üblichen Verdächtigen aus dem Asiamarkt, rechts das sehr harmlos schauende Ergebnis.
Selbstgemacht: einen Rock
...mit Mutters eigens für mich zurechtgeschnittenem Schnittmuster, Stoff vom Grabbeltisch und der Liste der möglichen Fehler, die ich abzuarbeiten gedachte. Dafür hat es ganz gut hingehauen.
Hierbei hab ich endlich gelernt, wie man einen verdeckten Reißverschluss in eine Seitennaht so einnäht, dass er hinterher nicht gerümpelig aussieht. Das macht man nämlich so:
- Seitennaht mit der Nähmaschine zunähen: Mit großem Stich über die Länge des künftigen Reißverschlusses, dann vor-rück festnähen, dann mit normalem Stich die Seitennaht bis unten fertignähen.
- Seitennaht auseinanderbügeln.
- Von links den Reißverschluss auf die auseinandergebügelte Naht legen, wie er später auch festgenäht sein soll. Dann mit Reihgarn von Hand provisorisch festnähen (Bild 1 von links und Bild 2 von rechts).
- Seitennaht von oben bis zum Vor-Rück-Genähten wieder auftrennen (Bild 3). Jetzt kann man den Reißverschluss auf und zu machen und er ist wunderbar fixiert und nichts verrutscht mehr.
- Reißverschluss mit der Nähmaschine festnähen (Bild 4, da war's schon dunkel).
- Reihgarn wieder auftrennen.
- Von sich selbst total beeindruckt sein.