onlinefräulein.de
Hier soll schnellstmöglich ein aussagekräftiger, vor Wortwitz sprühender Einleitungstext hin, der das ganze Unterfangen griffig auf den Punkt bringt – zumal ich neulich mit Grauen feststellte, dass Facebook diesen Text bei Verlinkungen übernimmt. Leb erstmal ohne!
10.05.2012
Linktipp: Kräuterweiblein 2.0
Früher hatten selbige ja bucklig und zauselig zu sein, heute servieren sie Dir nonchalant einen Sherry zu den Sauerampferbällchen, die sie nicht nur selbstgekocht, sondern auch just mit der Spiegelreflex auf mannigvielmillionen Pixel gebannt haben, um dann ihre zarten Füße auf den knorrigen Holztisch zu schwingen und flott noch einen Blog zu verfassen - der sich überdies ebenso schwungvoll liest wie dieser Satz holprig und lang geworden ist.
Ich bin jedenfalls begeistert und will auch einen Kräutergarten in den südfranzösichen Bergen - am liebsten direkt einen mit der Gisa darin, dann könnten wir zusammen einen Zitronenverbene-Cocktail trinken! Aber solange ich kein Französich kann, les ich ihren Kräuter-und-Rezepte-Blog auf www.good-thyme.com.
24.04.2012
Lesetipp: Daniel Kehlmann. Alles.
Ich komme mir ja ein bisschen blöd vor, wenn ich einen Autoren empfehle, der a) noch lebt und b) ohnedies schon Bestsellerautor ist. Klingt etwa so, als täte ich verkünden, dass man bei Ikea super Teelichte kaufen kann (kann man nicht btw., aber soll ja auch nur ein einprägsamer Vergleich sein).
Gleichwohl: Dieser Hinweis ist jenen gewidmet, die grundsätzlich nie das lesen wollen, was schon tausende anderer Kinder lesen und die meinen, die besten Zeiten seien schon längst mit den guten durchgebrannt. Lest Kehlmann! Der Mann kann schreiben, der hat sogar was zu schreiben! Dass ich das noch erleben darf...
22.04.2012
Selbstgemacht: Süße Chilisauce
Weil die geilsten Leckereien ja gerne knallvoll mit Glutamat und Stabilisatoren sind und ich mit so was ungerne mein selbstgemachtes thailändisches Dreigängemenü abwerte, mach ich die süß-scharf-salzig-leckere knallrote Chilisauce halt selber.
Das geht ganz leicht, Du brauchst dazu nur:
- 6 große rote Peperoni (ca. 15-20 cm lang)
- 1-2 kleine rote Chilies
- 60ml Weißweinessig
- 250g Zucker
- 1 Teel. Salz
- 4 Knoblauchzehen
- 2 Teel. Fischsauce
Als erstes schneidest Du von den Peperonis die Stiele ab, schneidest sie dann längs auf und pulst die Kerne raus. Die sauberen Schoten gibst Du in eine Schüssel, übergießt sie mit kochendem Wasser und lässt sie 15 Minuten darin ziehen. In der Zwischenzeit hackst Du die Knoblauchzehen und die kleinen Chilies und gibst beides zusammen mit Essig, Salz, Zucker in einen hohen Mixbecher. Die abgetropften Peperonis schneidest Du grob in Stücke und gibst sie mit dazu.
Als nächstes muss das Ganze mit einem Pürierstab sämig püriert werden. Ich empfehle Dir dringend(!), beim Pürieren die Luft anzuhalten, das freiwerdende Capsaicin kratzt nämlich ordentlich im Hals. Da ich meine Chilisauce am liebsten mag, wenn man die Zutaten noch erkennt, püriere ich nur ca. 15 Sekunden (die können ganz schön lang werden, wenn man die Luft anhält).
Diese rote Sauce schüttest Du jetzt in eine kleine Pfanne oder in einen Topf Deiner Wahl und köchelst sie eine Viertelstunde bei mittlerer Hitze. Damit nichts verklumpt, solltest Du viel rühren. Durch die Wärme kocht die Sauce ein und der Zucker geliert, so dass Du am Schluss eine sämige Konsistenz wie sehr weiche Marmelade hast. Für den asiatischen Touch und als salzigen Geschmackskick rührst Du nach dem Abkühlen noch die Fischsauce unter. Fertig!
28.03.2012
Januar bis März: langer Kurzbericht vom Aquarium
Das ist das dumme am Bloggen: Wenn nichts passiert, hat man nichts zu schreiben, wenn viel passiert, kommt man nicht zum Schreiben. Bei dieser Gelegenheit möchte ich anmerken: Die ganzen Leute, die stereotyp und ohne eigene Erfahrungen dazu gemacht zu haben, behaupten, Aquaristik sei schön, aber vielviel Arbeit, haben alle recht.
Nun, was war gewesen? Nachdem mir die Algenplage einen Großteil der Pflanzen hingerafft hatte - und ich aus blindem Aktionismus heraus noch einige unansehnliche hinterherraffte, hatte ich Pflanzennachschub bestellt. Als der kam, waren es elf Grad minus in Münster und der Absender, der offenbar ähnlich verpeilt in der Weltgeschichte herumläuft wie ich, hatte das obligatorische Heatpack statt in die Transportkiste vermutlich in seine Socken gesteckt. Trotzdem war die Hälfte noch brauchbar und wurde eingepflanzt. - Klingt für den Laien erstmal harmlos, der Profi schreit hierbei schon warnend auf, die Rechnung folgte auf dem Fuße: Aufforstaktion schien geglückt, Fische zufrieden, Garnelen mordsverkatert.
Was die meisten außer mir wussten: Aquarienpflanzen (vor allem die, die über
Wasser (emers) gezogen werden) werden mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, die Schwermetalle enthalten, welche für Garnelen pures Gift sind. Deshalb soll man neu gekaufte Pflanzen eine Woche, besser zwei, wässern, bevor man sie einpflanzt. Zumindest dann, wenn man vermeiden möchte, dass die fleißigen Algenverputzer jegliche Reinigungsarbeit einstellen und sich an den höchsten Punkt des Beckens und wahrscheinlichsten Fluchtweg verkrümeln, wo sie starr hocken bleiben und ab und an allenfalls mal mit den Beinchen
zucken. Was ein Elend.
Unseligerweise gehören Garnelen zu den optimistischeren Lebensformen, die sich in einem solchen Fall sagen: "Ich kann so nicht arbeiten, ich reise ab!" und dann findet man so ein Kerlchen am nächsten Morgen nicht wuselig im Becken sondern schrumpelig auf dem Perserteppich. Die einzig sinnvolle Therapie (außer für den auf dem Teppich, für den kam alles zu spät) besteht darin, täglich das Wasser zu wechseln, bis sich die Suppe weit genug verdünnt hat. Das schien mir als Buße für mich angemessen und so verbrachte ich eine Woche lang jeden Morgen mit Eimerschleppen statt Frühstück. Mit der Zeit rafften sie sich wieder auf und sind heute wieder fit. Ich habe dann noch vier dazugekauft, so dass ich jetzt über eine halbwegs schlagkräftige Truppe für die Beckengröße verfüge.
Der freundliche Wasserpflanzenversender verehrte mir übrigens als Wiedergutmachung der Frostschäden und vielleicht auch ein bisschen wegen der Garnelen eine Riesenkiste an echten Unterwasser-Wasserpflanzen, die er in seinen eigenen Becken gepflückt hatte (also submers und damit ungefährlich). Tatsächlich waren es solche Mengen, dass ich die Hälfte an eine nette Forenschreiberin weiterschenken konnte, und da ich ihr noch den ständig hochtreibenden Riccia-Moos-Teppich mit dazugepackt habe, hat sie jetzt die gleiche Schneckenplage wie ich.
Ich bin schon clever, nicht wahr?
Hier nun eine aktualisierte Gesamtliste der Pflanzen (von denen teilweise im Becken nur noch kleine Ableger vorhanden sind, die nicht mehr so recht wollen, aber wer weiß...):
Kleine Sorten:
- Cryptocoryne parva
- Eleocharis parvula (Zwergnadelsimse)
- Hydrocotyle verticillata (Amerikanischer Wassernabel)
- Lilaeopsis brasiliensis (Brasilianische Graspflanze)
- Litorella uniflora
- Pogostemon helferi (Daonoi / Kleiner Wasserstern)
- Riccia fluitans (Teichlebermoos)
- Vesiucularia ferriei (Weeping Moss)
große Sorten:
- Alternathera mini (Papageienblatt)
- Ammania gracilis (Große Cognacpflanze)
- Ammania senegalensis (kleine Cognacpflanze)
- Anubias barteri/ A. lanceolata "Angustifolia" (Speerblatt)
- Blyxa japonica (Kleines Blyxkraut)
- Cabomba aquatica (Goldene Riesencabomba)
- Cabomba furcata/ C. piauhyensis (Rote Cabomba)
- Ceratophyllum demersum (Hornkraut)
- Heteranthera zosterifolia (Seegrasblättriges Trugkölbchen)
- Hygrophila balsamica
- Limnophila sessiliflora (Blütenstielloser Sumpffreund)
- Pogostemon erectus (Kleine Sternrotala)
- Rotala macrandra 'Green' (Große Rotala "grün")
- Saururus cernuus (Eidechsenschwanz / Molchschwanz)
- Vallisneria asiatica (Große Schraubenvallisnerie)
Ein Wort noch zum Gärtnern:
- In einem unbewohnten Aquarium zu gärtnern macht großen Spaß.
- Zu erleben, wie sich die Aquarienbewohner mit der Zeit an den Menschen gewöhnen und ihre Scheu verlieren, ist ein wahrer Quell der Freude.
- In einem Aquarium zu gärtnern, in dem die Bewohner jegliche Scheu verloren haben, ist eine Pest.

Neons knabbern einem die Sommersprossen vom Arm und schwimmen zwischen den Scherenarmen. Garnelen latschen einem haarscharf vor der Schere herum und gucken, ob man den Rasen richtig schneidet, und ich muss derweil gucken, dass ich ihre Fühler nicht kappe. Sie springen auch gerne auf die Pinzettenspitze und halten sich dran fest. Welse nuckeln sich an wirklich
allem fest: Hände, Scheren, Schere von innen, Hand von innen, ich frag mich, wie diese schnulligen Kerlchen die Evolution bis hierhin überleben konnten.
Nachdem ich viel Geld für superlangstieliges Edelstahlwerkzeug ausgegeben habe, mach ich jetzt wieder fast alles mit den Fingern. Bisher habe ich noch niemanden zerschnitten, zerquetscht oder aufgespießt. Drück mir und ihnen die Daumen, dass es so bleibt.
Ein Wort noch zum Füttern:
Otocinclus-Welse sind nicht so für Futter aus der Dose, sie mögen Pflanzenaufwuchs, Biofilm und so oft wie möglich Salat. Blanchierte Gurkenscheiben sind für sie der Oberkracher. Die können sie nicht nur abnuckeln (das glibbrige Innenleben zuerst) sondern auch stundenlang drauf rumlungern und beim Futtern sogar einpennen. Es sei denn, die Garnelen kommen und räumen den Tisch ab. Mittlerweile tu ich mehrere Scheibchen ins Becken, so verteilt sich der Ansturm besser. Nach ein bis zwei Tagen sollten die Reste allerdings rausgenommen werden, sonst modert's.
Als ich dann mal überbrühte Möhrchenstreifen verfüttern wollte, bin ich auf gähnendes Unverständnis gestoßen. Man schätzte die Darreichungsform wohl mehr unter touristischen Gesichtspunkten, drauf rumhocken fanden die zwar lustig, essen wollte es hingegen niemand. Ein Wels versuchte sich kurz als Sushiröllchen, sah darin aber auch keine Zukunft. Fürs Foto wars klasse.

Trauriges Thema: Fische töten
(Wer keine Fische hat oder will und das deshalb nie wissen muss, kann jetzt weglesen, unterhaltsam ist es nicht. Aber dieser Blog ist ja nicht nur zur Kalauerei gedacht.)
Meine zehn Neons sind nur noch acht. Als Ursache vermute ich eine Infektion durch neuen Besatz. Als ich den zweiten Schwung Garnelen zugekauft habe, hab ich es so gemacht, wie bisher auch und wie vom Verkäufer angeraten: Alles, Tiere und Wasser, direkt aus der Tüte rinn ins Becken. Bisher ging das auch gut. Da dann nicht. Garnelen drin und fit, zwei Neons wurden schlagartig krank. Und zwar waren das die, die mir eh schon nach einem leichten Vorschaden aussahen (ausgeheilte Flossenfäule/Grauschleier). Einer von ihnen bekam einen Knubbel an der Seite, der andere einen grauen Ring um den Körper, beide wurden agressiv und sonderten sich ab.
Weil ich befürchtet habe, dass sich die anderen bei den kranken Fischen anstecken, habe ich ein 60L-Becken zur Quarantäne gekauft, notdürftig eingerichtet und die beiden dorthin umgezogen. Ließen sich auch ganz leicht fangen. Leser, die wissen, wie schlecht ich im Keschern bin, können daraus messerscharf schließen, in welchem Zustand die Fische schon waren. Zwei Tage später lag erst der eine blass und zuckend am Boden, nicht viel später auch der andere. Ich habe sie dann mit Nelkenöl getötet, um der Quälerei ein Ende zu machen.
Nelkenöl bekommt man in jeder Apotheke für ein paar Euro. Es wirkt auf Fische wie ein Narkosemittel, der Fisch stirbt letztlich an einem Atemstillstand. Das geht so: Das Nelkenöl soll eine Konzentration von 0,5ml/l haben. Als Faustformel sind 20 Tropfen 1 ml, somit brauchen wir einen Tropfen Nelkenöl auf 100 ml Wasser. Weil es sich um ein Öl handelt, das sich wie alle Öle nicht freiwillig mit Wasser vermischt, stellen wir eine Emulsion her. Ich nehme hierzu ein 150ml-Gefäß mit dicht schließendem Deckel, gebe das Öl und das Wasser hinein und lass noch genug Luft bis zum Deckel. Deckel fest verschließen und schütteln. Den Fisch sollte man einsetzen, solange das Öl noch gut mit dem Wasser vermischt ist, denn andernfalls schwimmt er unter einem Ölfilm her und wird nicht betäubt. Es wird empfohlen, den Fisch eine halbe Stunde in dem Bad zu lassen, länger ist besser. Einige Foren berichten davon, dass der so behandelte Fisch erst ein paar Minuten ruhig in der Emulsion herumschwimmt, dann immer langsamer wird und sich auf die Seite dreht, und sodann die Atmung aussetzt. Bei mir ging der Neon innerhalb von 1-2 Sekunden in Seitenlage und hörte auf zu atmen.
Wer sich über Tötungsmethoden für Fische informieren möchte oder muss, kann das z.B. hier tun: DRTA-Archiv.
Das Quarantänebecken habe ich danach mit Alkohol desinfiziert und alle Teile, bei
denen das möglich war, ausgekocht. Außerdem habe ich mir ein Fischkaufverbot für einen Monat auferlegt, die verbliebenen Tiere gut beobachtet, aber sie zeigten zum Glück keine Krankheitsanzeichen.
Das Leben ist manchmal keine bunte Tüte.
18.03.2012
Selbstgemacht: Frische Frühlingsrollen mit Dip

Schick, nicht wahr? Und einfach ist es auch.
Du brauchst für den Dip:
- 80ml kaltes Wasser
- 1 Teel. Zucker
- 2 Eßl. Fischsauce
- 1 Eßl. Reisessig oder einen anderen milden, möglichst neutralen Essig
- 1-2 rote Chilis, feingehackt
- 1 kl. Handvoll Korianerblätter mit Stengeln, gehackt
Hierzu gibts nicht viel zu erklären: Alle Zutaten vermischen. Sensible Gemüter wissen schon selbst, dass sie die Chilikerne lieber rauspulen und dürfen sich der Thematik zaghaft nähern.
Du brauchst für 8 Rollen:
- 16 Garnelen oder 300g Hühnchen
- 50g Glasnudeln oder dünne Reisnudeln (ca. in Spaghettini-Dicke)
- gut 50 Thaibasilikumblätter
- 30g Korianderblätter
- 1 Möhre
- 3 Eßl. süße Chilisauce
- 8 Frühlingsrollenhüllen
Die Garnelen wirfst Du für vier Minuten in kochendes Wasser, lässt sie abkühlen und schälst sie. Wenn sie am Rücken noch einen schwarzen Strich haben: Das ist der Darm, den wollen wir nicht. Schneide mit einem scharfen Messer längs in den Rücken hinein und pule ihn raus. Reste kannst Du unter warmem Wasser abspülen. Wenn Du für das Rezept Hühnerfleisch nehmen willst, schneide die Filets quer zur Faser in zentimeterdicke Streifen und blanchiere diese ebenfalls für ein paar Minuten in gerade eben siedendem, aber nicht kochenden Wasser. Wenn Du sie kochst, werden sie ziemlich sicher zäh. Das Fleisch dann abkühlen lassen.
Dann übergießt Du die Nudeln mit heißem Wasser und lässt sie 10 Minuten einweichen, dann abtropfen und abkühlen lassen. Die Kräuterblätter werden nur, wenn's nötig scheint, gewaschen, sie verlieren dabei viel Aroma. Wenn sie gut ausschauen, einfach von den Stielen zupfen und bereitstellen.
Die Möhre schneidest Du in so dünne Streifen, wie es Dir möglich ist, und nicht in so dicke Hauer, wie ich es gemacht habe. Wenn Du einen Julienneschneider hast: Glückwunsch. Ich hobele sie mittlerweile mit einem Sparschäler längs in dünne Streifen und schneide diese dann in Stifte. Spezialwerkzeug ist nicht so meins. So, die Füllung steht damit bereit.
Die Frühlingsrollenhüllen sind tellergroße halbdurchsichtige Platten, etwa so wie auf dem Bild unten links. Die weichst Du einzeln in einer großen Schüssel lauwarmen Wassers ein, bis sie schlabberig werden. Das geht ziemlich schnell, vielleicht 20 Sekunden. Du merkst am besten, wann sie gut sind, wenn Du eine Hand darunter hältst. Sie legen sich dann darum und Du kannst sie so auch gut aus dem Wasser holen, ohne dass sie reißen.
Die Frühlingsrollenhülle legst Du auf eine Unterlage und belegst sie schön mittig nacheinander mit 4-6 Basilikumblättern, etwas Möhre, etwas Nudeln, 2 Garnelen oder Hühnchenstücken, einem Klecks Chilisauce und etwas Koriander. Perfektionistin, die ich bin, achtele ich die Zutatenmengen vorher, dann vertue ich mich nicht bei der Dosierung.
Zum Aufrollen schlägst Du erst die kurzen Enden beherzt ein, und ziehst dann eine der langen Seiten über die Füllung. Dann rollst Du zur noch offenen Seite hin zu. (Man rollt sie so fest, dass sie hinterher die Konsistenz eines noch unentschlossenen, aber nicht abgeneigten Penisses haben. - Ich denke, jetzt weiß wirklich jeder, was gemeint ist.) Da die Rollen leicht austrocknen und porös werden, bereitest Du sie am besten erst kurz vor dem Essen zu und besprenkelst sie mit etwas Wasser. Sicherheitsfanatiker legen dann noch eine Frischhaltefolie darüber.
Fertig. Und der Chichi-Asia-Schuppen kann einpacken.
15.03.2012
Selbstgemacht: einen PC* (*Sekundärliteratur erforderlich)
Das Laptop ist wegen Überbeanspruchung zum dritten Mal in Reparatur, ohne Ruckler laufen ohnehin nur noch 2D-Adventures, an neue Spiele mit Directx 11 ist gar nicht zu denken und vor der nächsten Gamescom muss dringend etwas passieren, sonst weine ich. Es ist also so weit, ein neuer PC muss her. Und wenn wir aus der Laptop-Ära etwas gelernt haben, dann, dass die spielefähigen Teile abartig teuer sind, Ersatzteile erst recht, und Klein-Else ein Laptop gar nicht selbst aufrüsten kann. Als Trutzburg der eigenen Handlungsfähigkeit liebäugele ich also mit dem guten alten - und natürlich selbstgesteckten - Desktop-PC.
Hierzu brauchst Du:
- 1 PC-Gehäuse
- 1 Netzteil
- 1 Mainboard
- 1 CPU
- 1 CPU-Kühler
- 2 RAM-Riegel
- 1 Grafikkarte
- 1 SSD Festplatte
- 1 HDD Festplatte
- 1 DVD-ROM-Laufwerk
- 3 SATA-Kabel
- 1 Monitor
- 1 Tastatur
- 1 Maus
- 1 Betriebssystem
* und das wichtigste: 1 Gamestar Hardware Ausgabe 01/2012. Das Magazin hat aber auch online eine super Anleitung: Hier geht es zur Bauanleitung bei Gamestar.de
...und hier die Kaufberatung, je nach Neigung und Budget: Hier geht es zur Kaufberatung bei Gamestar.de
Oben auf dem Foto siehst Du das Ensemble, das ich mir bei einem fulminanten Kaufrausch bei Caseking.de geleistet habe. Und das, obwohl ich Shopping hasse.
Frisch ans Werk und keine Angst, dies ist nur ein Mainboard.
Ein solches hat immer eine Anleitung mit Landkarte beiliegen, in der Du nachlesen kannst, was wo eingestöpselt werden muss. Im Bild oben links sind die vier RAM-Bänke, darunter in das dramatisch eingekreiste Kläppchen kommt der Prozessor, ganz unten siehst Du die ganzen Anschlüsse, die hinterher hinten aus dem Rechnergehäuse rausgucken - womit Du jetzt auch schon erahnst, wie herum Du das Dings ins Case baust. Rechts oben neben den RAM-Bänken siehst Du einen dicken schwarzen Anschluss mit vielen Kästchen, da wird die Stromversorgung fürs Mainboard eingestöpselt (feste drücken). Direkt darunter die L-förmigen Teile sind SATA-Anschlüsse für die Festplatten, die schnelleren (SATA 6G) sind farblich besonders gekennzeichnet, hier grau. Die senkrechten schwarzen Steckplätze im rechten Bereich sind für diverse Karten, der größte ist für die Grafikkarte. Ganz rechts siehst Du noch einige fitzelige Pins, da schließt man so Dinge wie Gehäuselüfter und die Power- und Reset-Schalter an. Eine Frickelarbeit, bei der man vorher nicht zu viel Kaffee getrunken haben sollte.
Folgende Vorgehensweise kann ich empfehlen:
- Alle Komponenten erstmal auf einen Stapel neben Dich legen.
- Du brauchst einen Arbeitsplatz mit fester und gleichzeitig nachgiebiger glatter Unterlage (Moosgummimatte auf Tisch oder so) und Schälchen für Schrauben und Kleinzeug. Auf dem Teppich (wie ich's gemacht habe) solltest Du nicht arbeiten, die statische Aufladung soll angeblich zu stark sein. Ich glaub das sofort, aber die Alternative wäre der Küchentisch gewesen und ich weiß nicht, was der Fachmann zur Leitfähigkeit von Brotkrümeln sagt.
- In der Nähe brauchst Du ein Heizungsrohr, an das Du ab und an dranpackst, um Dich zu erden. Bitte heute nicht die Polyester-Plüschpuschen tragen, die auf dem Teppich so schöne Funken sprühen.
- Nimm Dir die Gamestar-Anleitung und lies den nächsten Arbeitsschritt, ja, nur einen und nicht fünf, und verstehe ihn.
- Hol Dir das Teil, das als nächstes eingebaut wird, packe es ganz aus und lege alles Zubehör, das in der Packung ist, vor Dich.
- Lies die Anleitung, die in der Packung ist.
- Jetzt solltest Du einigermaßen sicher sein, wo und wie Du die nächste Komponente einbauen musst. Beachte, dass man manchmal schon fester drücken muss, bis eine Verbindung einrastet, aber Gewalt in dem Fall echt keine Lösung ist. Prüfe lieber, ob das Ding richtig herum steckt und alle Hebel gelöst sind und kein anderes Teil im Weg ist.
- Packe jetzt alle übrig gebliebenen Teile (ja, das kommt vor) zusammen mit der Anleitung wieder zurück in die richtige Verpackung, damit nichts durcheinanderkommt, was vielleicht später noch gebraucht wird. Diese Sachen dann auf einen weiteren Stapel legen.
Wenn Du die Gamestar-Anleitung Teil für Teil abarbeitest und Dir immer den Beipackzettel des jeweiligen Bauteils dazu nimmst, dann ist das ganze gar nicht schwierig.
Hier patsche ich die Wärmeleitpaste auf den Prozessor. Es gibt auch Wärmeleitpads, bei denen nur noch die Schutzfolie abgezogen werden muss. Wichtig ist hierbei vor allem: Paste ODER Pad, nie beides.
Hier mache ich stolz ein Foto, BEVOR ich feststelle, dass ich den Prozessorkühler "Alpenföhn Triglav" (das ist das Hochhaus in der Skyline bzw. das Matterhorn im Panorama) um 90 Grad verdreht aufgebaut habe.

Was absolut keine gute Idee ist, weil er so mit dem Arbeitsspeicher kollidiert. Losschrauben, umtüddeln, unschuldig pfeifen... Solange Du keinen Blog schreibst, wird es niemand je erfahren.
Wenn alles drin und dran ist, schickst Du ein Gebet an ein höheres Wesen Deiner Wahl und drückst den Power-Knopf. Wenn Dein neuer Rechenknecht sodann
1) überhaupt was tut,
2) nicht hysterisch piept,
3) früher oder später sein Begehr nach einem Betriebssystem artikuliert,
kannst Du Dir auf die Schulter klopfen. Installiere zuerst Dein Betriebssystem auf die SSD. Wenn das läuft und auch anstandslos neu hochfährt, installierst Du die Mainboard-Treiber, die Du in Deiner Mainboard-Schachtel auf CD-ROM findest. Es ist nicht nötig, jedes Tool von der CD-ROM zu installieren, die Treiber reichen erstmal völlig. Schreib Dir am besten auf, welche Du installiert hast. Wenn nach dem Neustart alles läuft, installierst Du die Treiber Deiner Grafikkarte. (Alles wie oben.) Danach kannst Du - Neustart - erstmal die Auflösung hochdrehen und die schönen Farben bewundern. Schau in den Gerätemanager, ob das System noch irgendwelche Unklarheiten bezüglich seiner Komponenten hat, oder ob er alles brav erkennt.
Tja, und wenn nicht? Wenn er gar nix macht, oder nur blöd piepst? Dann checkst Du nochmal alle Daten- und Stromverbindungen (wichtig: auch den Stromschalter hinten am Netzteil), schaust insbesondere, ob alle Steckkarten und RAM-Riegel richtig eingerastet sind. Wenn das Mainboard piepst, schaust Du in den Beipackzettel, dort steht meist drin, was "kurz-lang-lang" zu bedeuten hat. Und wenn gar nichts mehr hilft, dann hilft sicher der Profi an der Ecke.
Bei mir jedenfalls ist alles gutgegangen, deshalb fasse ich mich jetzt auch kurz und spiele eine Runde L.A. Noire. Das kann ich nämlich jetzt endlich. Und danach Skyrim.
09.02.2012
Umzug
Falls Du zur Zeit auf meiner Website einige Dinge nicht siehst, z.B. schöne Fotos, dann liegt das nur zum Teil an meiner Faulheit, sondern auch daran, dass ich gerade vom United-Domains- auf den 1&1-Server umziehe. Ruhe bewahren! Und keinesfalls panisch immer wieder dieselben Sachen durch den Filezilla jagen, in der Hoffnung, dass sie irgendwann online zu sehen sind. Lieber Tee kochen! Ich geh ja schon...
20.01.2012
Urlaubsimpressionen
Wie lange man fliegen muss, um die nächste Kontinentalplatte zu erreichen und an deren gegenüberliegendes Ende zu kommen, kann sich jeder denken. Belohnt wird man mit Sonne, exilgriechischem Essen, Achterbahn von unten, Skyline von seitlich, dussligen Hunden, dem kalorienreichsten Frühstück des bekannten Universums und endlich mal Zeit, mit dem Liebsten in einen Supermarkt zu gehen.
15.01.2012
Ich werde schon fast nostalgisch, wenn ich hier die Bilder von meinem Aquarium sehe, denn mittlerweile sieht alles ganz anders (und leider nicht schöner) aus, aber der Reihe nach:
Zunächst habe ich Bilder meiner Neonsalmler (Paracheirodon innesi) nachzutragen, hier sind sie (stellvertretend für die zehn im Becken, auseinanderhalten kann ich nur wenige):
Sie sind zu schnell, um ernsthaft fotogen zu sein, und auch sie kloppen sich zuweilen gern, aber recht moderat und seltener als die Kupfersalmler.
Was ansonsten geschah:
Herr Kapitän, da ist ein blinder Passagier in meiner Fischsuppe...!
Eines Morgens im Dezember zu meinem ersten Kaffee bekam ich diesen hier zu Gesicht:
Meine erste Reaktion war ein "WAAAH!" von ganzem Herzen. Eine Anfrage bei aquariumforum.de ergab, dass der grüne Lulatsch eine Libellenlarve sei, eingeschleppt mit der Bepflanzung, die Larve räuberisch lebe und ich sie rausfangen solle. Das hat's dann nicht besser gemacht. Hysterisches Kescherschwingen am Morgen, (ich überlasse jedem, sich selbst ein Bild davon zu machen), das Viech war zum Glück müder als ich und noch reaktionsträger.
Zwei Tage später: nächster grüner Lulatsch im Becken. Da ich nicht allein zuhause war, flüchtete ich mich in meine Fräuleinrolle, woraufhin mein strahlender Held entschlossen zum Werkzeug griff ("Man reiche mir die Pinzette! Nein, die andere!") und den blinden Passagier souverän hopps nahm. Und am Tag darauf noch einen. An dieser Stelle nochmal: Danke, David, Du hast Dir Deinen Heldenstatus einmal mehr redlich verdient!
Ich bin zu feige für die Aquaristik, das muss ich einfach mal in aller Klarheit eingestehen. Seitdem keine Grünlinge mehr, aber ich traue mich auch nicht mehr, allzu genau nachzuschauen.
Futterautomat im Praxistest
Nun ein wenig kritische Produkttestung durch inkompetentes Fachpersonal: Ich habe mir zwecks Urlaubsüberbrückung einen Futterautomaten gekauft, und zwar den "Rondomatic 400" von Grässlin. Hier isser:
Bislang vier Wochen hat er zuverlässig gearbeitet, die ersten zwei Wochen war ich zuhause, danach bin ich halbwegs optimistisch in Urlaub gefahren. Futter hab ich je am Anfang der zwei Wochen eingefüllt, und zwar DuplaRin S Granulat (und eine Bodenfuttertablette, geht nämlich auch). Den Automaten habe ich direkt auf die Abdeckscheibe des Beckens gesetzt, einen Deckel hab ich auf dem Aquarium nicht drauf, der Automat stand also ca. 5 cm über dem Wasser. Trotzdem ist das Futter nicht verklumpt und in den einzelnen Fächern waren so gut wie keine Futterreste, es ist also alles im Becken gelandet. Die Handhabung ist rein mechanisch, die Fütterungszeiten werden mit kleinen Steckstiften an der Zeitschaltuhr eingestellt und man kann für jede Fütterung ein Schälchen füllen. Man sieht also genau, was man tut, Bedienfehler sind praktisch ausgeschlossen, und: Man sieht nach Urlaubsrückkehr auch genau, was der Automat gefüttert oder nicht gefüttert hat. Tolle Sache, wie ich finde.
Womit ich eine wahnsinnig elegante Überleitung zu meiner Urlaubsrückkehr hingetüftelt hätte. Das ist super, wie das heute wieder läuft.
Willkommen zuhause!
Man kennt das ja aus unzähligen Komödien: Man kommt notdürftig erholt aus dem Urlaub zurück und muss feststellen, dass die lieben Kleinen die Wohnung auf links gedreht, die Hausbar leergesoffen und den Perserteppich an die Decke genagelt haben. Anstatt den Jetlag auszuschlafen darf man also Schadensbegrenzung betreiben.
Langer Rede kurzer Sinn, Becken vorher und nachher:
Das Moos ist hochgetrieben, Schnecken und Algen haben die Weltherrschaft übernommen, die Pflanzen kümmern, sieht arg scheiße aus. Ich hab jetzt alles radikal zurückgeschnitten, womit ich einen Großteil der Algen und Schnecken losgeworden bin und hoffe darauf, dass die Pflanzen neu austreiben. Ich werde nicht umhinkommen, mich mit dem Thema Düngung konsequent auseinander zu setzen und ggf. aufzuforsten. Die Welse gucken etwas verwirrt, weil sie sich nicht mehr so schön verstecken können wie früher, aber das ist hoffentlich nur ein vorübergehendes Phänomen.
Die Stammbelegschaft macht derzeit fleißig Hausputz, und ich unterstütze das, indem ich sieben japanische Fachkräfte angeheuert habe, nämlich Amanogarnelen (Caridina multidentata). In Bezug auf Algen haben die einen geradezu pathologischen Putzzwang. Seit ihrem Einzug sitze ich fasziniert vorm Aquarium und schaue ihnen zu, während das Wohnzimmer im Staub versinkt. Auch hierzu gibts Fotos (nein, nicht vom dreckigen Wohnzimmer, das will doch keiner sehen):
11.12.2011
Seitdem ist nicht nur Ruhe eingekehrt, sondern auch ein Schwung friedlich-freundlicher Neonsalmler, die sich natürlich wieder nicht fotografieren lassen wollen. Stattdessen gibt es heute ein Bild von der rekonstruierten Botanik.
09.12.2011
Operation Agent Orange
Mein Fischhändler dachte tatsächlich so unproblematisch, also fand ich mich mit zwei Keschern und ein paar leeren Sera-Tüten zuhause wieder. Wasser in Tüte, Fische in Kescher in Tüte, soweit die Theorie. Am ersten Tag fing ich innerhalb von zwei Stunden ganze zwei Fische, die beiden dussligsten, vermutete ich richtig. Am nächsten Tag fing ich auf die gleiche Weise innerhalb von zwei Stunden - nichts. Die kleinen Komiker hockten entspannt im Gestrüpp und ließen sich auf keinerlei Fangmich-Spielchen ein. Und draußen stand die Doofe, die mal der Meinung war, so ein Pflanzenaquarium habe ja nur Vorteile. Ein lehrreiches Hobby, ich sag's Dir. Zeit, den Plan zu überarbeiten: Wasser in Tüte, Aquarienpflanzen in Schüssel, Fische in Kescher in Tüte, so! Da haben die ganz schön betreten geguckt.
Die Kleinen sind nun wohlbehalten zurück beim Händler, und nicht nur das, sie sind dort auch lammfromm. Das werden mir die Fachleute jetzt wunderbar mit Aspekten wie fehlender Revierabgrenzung, zu wenig Platz oder dominanter weiterer Fische im Becken erklären können, für mich sind aber die wahrscheinlichsten Gründe: 1. Einsicht oder 2. Verstellung.
Meine hinreißenden Welse hat die ganze Aktion wenig geschert, nur als ich die Wurzel rausnahm, wurden sie ein wenig verwirrt. Hinterher (aber noch vor den drei Stunden Stengelpflanzen-mit-Pinzette-drapieren) gabs für sie einen Schuss Vitamin-Stressprotect und für mich ein Bier.
07.12.2011
Fight Club
Die Kupfersalmler ... MACHEN MICH WAHNSINNIG!!! Sollte man gar nicht meinen, dass die Aquaristik irgendwelche Emotionen außerhalb meditativster Langeweile auslösen kann, nicht wahr?
Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wie ich darauf kam, dass es sich bei Salmlern um friedfertige Schwarmfischis handelt. Meine jedenfalls sind aggressivsten Rabauken, die rumlaufen - äh -schwimmen, weißtschon. Herrje, und weil die sich jetzt seit einer Woche Tag und Nacht quer durchs Becken verkloppen, dass die Schuppen fliegen und zweie schon bald verhungert sind, weil die von den anderen immer verdroschen werden, sobald sie aus ihrer Ecke rauslugen, überlege ich, wie ich die Jungs und Mädels wieder quitt werde. Ich komm mir so blöd vor, zumal ich vorher weißnichtwasalles gelesen habe und dann kaufe ich einen Fisch, bloß weil die Farbe schick ist und ich mich von meinem Wunschdenken hab belatschern lassen. Gut, der Händler meinte auch nur: "Robuste Kerlchen, mögen keine Guppys, aber ansonsten unproblematisch." Wär mal interessiert daran, was der Mann für problematisch hält. Ich glaub, heute geh ich hin und frag ihn das mal. Vielleicht hält er es ja auch für unproblematisch, diese Drecksäcke wieder zurückzunehmen. Und dann stellt sich die spannende Frage, wie ich die aus dem vollbepflanzten Becken wieder rausgepflückt kriege. Hab ich erwähnt, dass die schnell sind?
Ich werde weiter berichten.
29.11.2011
Vorbei ist's mit der Ruhe...
...zumindest für meine Otocinclus-Welse. Nach der anfänglichen Tragödie sahen mir die beiden dann doch zu einsam aus und ich hab ihnen nach einer Woche vier Kollegen beschert, die sich auch bestens eingelebt haben. Obwohl sie sich gründlich über die Algen hermachen, hab ich ihnen alle 3-4 Tage eine Futtertablette spendiert, damit sie erstmal nach dem Stress zu Kräften kommen. Gut, 6 Welse auf 200 Liter ist wohl auch bei pingeligster Auslegung kein Überbesatz, deshalb hielt ich nach einem Hauptfisch Ausschau. Nach einem, nicht einem Dutzend verschiedenen wohlgemerkt, und das ist viel schwieriger. Guckst ins Aquarium und nix guckt zurück, das ist ja kein Zustand.
Bislang zeigten ja vor allem die Schnecken ihre ungeahnten Unterhalterqualitäten. Neulich beobachtete ich einen Blasenschneckenkampf, oder sie beim Poppen, keine Ahnung, in das Thema muss ich mich noch einlesen.
Zurück zum Hauptschwarmfisch: Letzte Woche war ich noch sicher, dass es ein Sternflecksalmler, auch Wasserstieglitz genannt, werden sollte. Schwarzweißorange-gestreifte Flossen oben und unten, dazwischen ein silbernes Fischlein, oder hier bei Wikipedia. Salmler genießen bei mir sowieso Sympathiebonus, weil sie nicht gründeln und keine Pflanzen ausbuddeln, keine Pflanzen wegfuttern und sich nicht mehr kloppen als nötig. Tät mein Mann jetzt - zu Recht - fragen: Was machen die denn überhaupt den ganzen Tag lang? Hm. Ja. Das erfahre ich ja dann, wenn ich welche habe. Jedenfalls machen sie mein Becken nicht kaputt.
Heute war ich im Laden meines Vertrauens und der neue Fisch ist der geworden, den ich schon zu allererst ausgesucht hatte, bevor ich überhaupt das Aquarium bestellt habe, der Kupfersalmler nämlich. Den find ich nämlich wunderschön, obwohl er mir ein bisschen zu groß ist. Bilder reiche ich nach, sobald sie bereit sind, in eine Kamera zu schauen. Momentan erkunden sie die neue Lage und schwimmen rum. Ja, mein Held, das tun die den ganzen Tag.
Mit dem aussagekräftigen Bildmaterial könnte es noch dauern, erst muss ich eine bessere Kamera besorgen. Mann, sind die Kerlchen fix!
18.11.2011
Lesetipp
Aus "Sie sind hier" von Christopher Potter (Piper Verlag München 2010):
"Die Frage, worin das Universum enthalten ist, erneut zu stellen, führt zu seltsamen Antworten. Wir können nie zu dem gelangen, was wir vor 13,7 Milliarden Jahren waren. Das Universum expandiert und nimmt seinen Ursprung immer weiter mit sich fort; selbst wenn wir mit Lichtgeschwindigkeit reisen könnten, hätte der Horizont noch 13,7 Milliarden Jahre Vorsprung. Um mit Lichtgeschwindigkeit zu reisen, müssten wir allerdings selbst zu Licht werden: Paradoxerweise würde dann die Zeit stillstehen, und wir wären überall gleichzeitig. (...) Der Rand des Weltalls ist wirklich ein Horizont, aber woraus er besteht, ist unmöglich zu sagen. Könnten wir uns ihm physisch nähern, um dahinterzublicken, dann hätte das Gesehene womöglich nichts mit dem sichtbaren Universum zu tun, wie es gegenwärtig beschrieben wird."
Wer Stephen Hawking auch nicht verstanden hat, findet hier, was er da gesucht hat. Und sobald ich kapiert habe, wie unser neuer Beamer hier funzt, guck ich erst "Contact" und danach "2001", vielleicht dann noch ein paar Folgen "Babylon 5", um wieder zurück auf die Erde zu kommen – auf welche auch immer.
16.11.2011
Wassergarten-Fischvoliere-Update
Inzwischen habe ich mich getraut und den Unterschrank brutalst angebohrt, um den schicken Schriftzug anzubringen, den mein Held bei eBay geschossen hat - seinerzeit noch in der Hoffnung, ihn für seine eigenen schnöden Zwecke verwenden zu dürfen.

Fügt sich nahtlos in die Umbegung ein, nicht wahr? (Wer die Les Paul in dem Bild findet, darf sie trotzdem nicht behalten.)
An der Fischfront gibt es gute und schlechte Neuigkeiten. Übers Wochenende ging der Nitritwert merklich in den Keller und am Montag hab ich noch einen kleinen Teilwasserwechsel und alles schick gemacht und sodann die ersten drei Otocinclus-Welse geholt. Vielleicht waren wir alle vier etwas zu aufgeregt, jedenfalls drückte sich einer von ihnen schon direkt nach dem Einsetzen verstört in einer Mulde herum, kam abends etwas in Wallung und schwamm ein bisschen herum, aber am nächsten Morgen lag er auf dem Rücken und atmete unregelmäßig. Ich hab panisch die Wasserwerte gecheckt, die waren okay, Nitrit und Nitrat ganz unten. Dann hab ich den Aquaristikladen angerufen, die rieten mir, abzuwarten, das hab ich dann auch gemacht. Geholfen hat es nicht, der Kleine hat es leider nicht überlebt. Die anderen beiden sind wohlauf und grasen fleißig die Blätter ab und ich lasse sie nicht aus den Augen. Hier sind sie:
(Einen minutiösen Bericht von Anfang an findest Du in meinem Aquarien-Tagebuch!)
10. November 2011
Es gibt ganz viele neue Einträge, aber ich habe sie sofort auf die neueneueneue Unterseite gepackt, nämlich mein Aquarien-Tagebuch! Menschen (ich!), Tiere (bald!), Sensationen (oder was man dafür hält, wenn man ein äußerst introvertierter Charakter ist.)
26. September 2011
Urlaub: Runkelbusfahrten über Stein und mehr Steine, Hund im Handstand, Kochen unter freiem Himmel, Fahrradtouren durch Feigen- und Piniendüfte, und ich habe die Milchstraße gesehen. Und Meer. Mehr davon!
Als Nachschlag zu einem schönen Abend auf Ekkis Finca mit netten Leuten:
Spaghetti Carbonara
Du brauchst für zwei mit großem Hunger:
150g geräucherten Speck
3 Knoblauchzehen
200ml Schlagsahne
3 Eigelb
80g Parmesan
1 Handvoll grob gehackte Petersilie
reichlich grob gemahlenen schwarzen Pfeffer
350g Spaghetti
Den Speck in dünne Streifen schneiden, kross braten und auf Küchenkrepp abtropfen. Den Knoblauch zerdrücken, in einer Schüssel mit der Schlagsahne und den Eigelben verrühren. Den Parmesan reiben und unter die Ei-Sahne-Masse rühren. (So viel Parmesan einstreuen, bis die Masse deutlich dickflüssiger wird.) Die Spaghetti al dente kochen, abgießen und zurück in den Topf geben. Jetzt muss es zügig gehen: Den Speck, die Petersilie, den Pfeffer und die Soße zu den Nudeln geben und auf der warmen Kochplatte gut vermischen. So lange rühren, bis alles verteilt ist und sich die Sauce gut über die Pasta gezogen hat und leicht eindickt. Dann auf vorgerärmte Teller geben und nochmal mit frisch gemahlenem Pfeffer überstreuen und schnell aufessen.
Der Unfairness halber sollte ich noch hinzufügen, dass ich über das arkane Wissen meines Schwiegertigers verfüge, wie man den Speck besonders toll hinbekommt, aber das darf ich nicht preisgeben. Was ich aber verraten kann, ist, dass sich Parmesan am besten mit einem Holzhobel der Werkzeugfirma Dick reiben lässt.
5. September 2011
Neulich habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen ganzen Fisch am Stück zubereitet. Das war ziemlich gruselig für mich, aber mein Liebster hat sich sehr darüber gefreut.
Ich hätte lieber ein Aquarium.
Gedämpfter Fisch in Chili-Limetten-Sauce (thailändisch)
Ein Fisch von 600g reicht für 2 Personen als gut bemessene Vorspeise, als Hauptgericht nur für einen.
Du brauchst:
1 großen Topf mit Dämpfeinsatz
1 Fisch, z.B. Buntbarsch, küchenfertig ausgenommen und tiefgekühlt, möglichst nicht länger als der Topf (Die Frau von Welt geht auch mal mit 'nem Zollstock zur Fischtheke.)
4 Stängel Zitronengras
4 rote Chilies
1 grüne Chili
4 Knoblauchzehen
3 Teel. brauner Zucker
10 weiße Pfefferkörner
6 Essl. Limettensaft
6 Essl. Fischsauce
1 kl. Handvoll Koriander, grob gezupft
1 unbehandelte Limette, in Scheiben geschnitten
Den tiefgekühlten Fisch kurz unter fließend warmem Wasser abspülen und auf jeder Seite an der dicksten Stelle 3x einschneiden. Vom Zitronengras den weichen Kern freischälen. Die harten Blätter grob hacken, den weichen Kern in Ringe schneiden. Den Boden des Topfes bis unter den Dämpfeinsatz mit Wasser füllen, die groben Zitronengras-Blätter einstreuen. Den Fisch auf den Einsatz legen und die feinen Zitronengrasringe über den Fisch und auf den Dämpfeinsatz streuen. Deckel drauf und das Wasser zum Kochen bringen, dann bei niedriger Hitze (bei mir Stufe 2 des Elektroherdes) 45 Minuten dämpfen. (Dieser Wert gilt für einen relativ dicken, gefrorenen Fisch; bei aufgetauten, frischen, dünneren Fischen kann man auch mit 15 Minuten hinkommen. Der Fisch ist gar, wenn man die Rückenflosse leicht rausziehen kann.)
Während der Fisch gart, bringst Du die Sauce auf den Weg, geht ganz flott: Die Chilies und Knoblauchzehen hacken und mit dem Zucker und den Pfefferkörnern im Mörser grob zerstoßen. Die Paste dann mit Limettensaft und Fischsauce verrühren.
Wenn der Fisch gar ist, fummelst Du gröbere Zitronengrasreste ab, hebst Du ihn auf eine Platte oder einen Teller, übergießt ihn mit der Sauce und streust Korianderblätter drüber und dekorierst mit den Limettenscheiben.
29. August 2011
Gibts das? Ein Lieferservice, der am versprochenen Tag mit der großen Kiste auftaucht und sogar wie versprochen eine halbe Stunde vorher anruft? Ich glaub, ich muss mich erstmal setzen. Ach ja, meine neue Kühltruhe ist da. Heimstatt für vieleviele Thaigemüse und Kräuter, die mich in die Lage versetzen, selbst zu nachtschlafener Zeit noch was Leckeres für meinen Liebsten zu brutzeln. Zum Beispiel ein
Grünes Thaicurry
Mein Klassiker, gibts bestimmt einmal in der Woche und hilft gegen jedwede Missstimmung - einfach die Menge der Chilies erhöhen, bis man nichts anderes mehr merkt.
Für zwei enthusiastische Esser (mit Nachschlag) brauchst Du:
1 mittelgroße gehackte Zwiebel
1 1/2 Essl. grüne Currypaste
375ml Kokosmilch
125ml Wasser
6 Kaffir-Limettenblätter, längs durchgerissen
150g gemischte grüne Thaigemüse, in Stücke geschnitten (z.B. Schlangenbohnen, Erbsen-Auberginen, Eier-Auberginen, Pfefferrispen, grüne Peperoni)
250g Hähnchenbrust, kleingeschnetzelt
2-4 Chilies, in Ringe geschnitten
1 Handvoll Thaibasilikum
1 1/2 Essl. Limettensaft
1 Essl. Fischsauce
1 Teel. brauner Zucker
Jasminreis als Beilage
Am besten bereitest Du alle Zutaten vor, bevor Du den Herd einschaltet, dann geht die Kocherei am stressfreiesten und es sieht dazu noch total professionell aus. Alle Zutaten werden mundgerecht kleingeschnitten, denn in Thailand isst man mit Gabel und Löffel, geschnitten wird am Tisch nichts mehr.
Fertig? Los: In einer großen Pfanne mit hohem Rand erhitzt Du einen Schuss neutrales Öl und brätst die Zwiebel an, bis sie leicht glasig wird. Dann die Currypaste dazugeben und die Paste mit einem Löffel auseinanderdrücken und verteilen, bis sie duftet. Dann Kokosmilch und Wasser zugeben und rühren, bis sich die Currypaste vollständig aufgelöst hat. Dann kannst Du die Kaffirblätter reinwerfen und auch das Gemüse. Wenn das Gemüse noch gefroren ist, stell Deine Küchenuhr hier auf 20 Minuten, bei frischem Gemüse auf 15 Minuten. Der Countdown läuft. Schalte den Herd runter, dass das Curry allenfalls noch leise köchelt, bei mir ist das Stufe 2. Bei 12 Minuten Restzeit wirfst Du das kleingeschnittene Hühnerfleisch dazu (das Curry darf dann nicht mehr kochen, sonst wird das Huhn zäh), bei 3 Minuten das Thaibasilikum, die Chilies, Fischsauce, Zucker und Limettensaft und rührst ordentlich um. Nochmal abschmecken, ob es auch richtig schön scharf-salzig mit einem Hauch Süße ist, und mit Jasminreis servieren. In Reichweite sollten auch Tempotücher liegen, denn wenn die Nase beim Essen nicht läuft, dann ist's nicht scharf genug und nur der halbe Spaß.

Links die üblichen Verdächtigen aus dem Asiamarkt, rechts das sehr harmlos schauende Ergebnis.
28. August 2011
Selbstgemacht: einen Rock
...mit Mutters eigens für mich zurechtgeschnittenem Schnittmuster, Stoff vom Grabbeltisch und der Liste der möglichen Fehler, die ich abzuarbeiten gedachte. Dafür hat es ganz gut hingehauen.
Hierbei hab ich endlich gelernt, wie man einen verdeckten Reißverschluss in eine Seitennaht so einnäht, dass er hinterher nicht gerümpelig aussieht. Das macht man nämlich so:
- Seitennaht mit der Nähmaschine zunähen: Mit großem Stich über die Länge des künftigen Reißverschlusses, dann vor-rück festnähen, dann mit normalem Stich die Seitennaht bis unten fertignähen.
- Seitennaht auseinanderbügeln.
- Von links den Reißverschluss auf die auseinandergebügelte Naht legen, wie er später auch festgenäht sein soll. Dann mit Reihgarn von Hand provisorisch festnähen (Bild 1 von links und Bild 2 von rechts).
- Seitennaht von oben bis zum Vor-Rück-Genähten wieder auftrennen (Bild 3). Jetzt kann man den Reißverschluss auf und zu machen und er ist wunderbar fixiert und nichts verrutscht mehr.
- Reißverschluss mit der Nähmaschine festnähen (Bild 4, da war's schon dunkel).
- Reihgarn wieder auftrennen.
- Von sich selbst total beeindruckt sein.
21. August 2011
Gamescom 2011

Meine andere Seite...
10. August 2011
Links zu Diesem und Jenem
Während ich dies schreibe, wird's draußen wieder früher dunkel und wie sich das Eichhörnchen um seinen Nussvorrat sorgt, raffe und horte ich meinen Lesestoff. Ein kleinerer Bücherberg tät's auch, denn viele ältere Texte gibts online bei Textlog: historische (insb. philosophische) Texte sowie im Projekt Gutenberg. Bei umfangreicheren Werken fehlt mir dann aber doch die Haptik eines echten Buches zu sehr.
Manches jedoch würde ich in Buchform sicher nie in die Finger bekommen haben (uh, gewagte Grammatik), zum Beispiel die mitteldeutschen Selbstzeugnisse aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Vier Personen aus dem 17. Jahrhundert haben ihr Leben aufgeschrieben. Dank der Unibibliothek Jena dürfen wir das heute lesen und (mit Fußnoten) sogar verstehen.
Kunst. Soll aufrütteln und nachdenklich machen. Moderne Kunst umso mehr. Ob die Intention des Künstlers grundsätzlich darauf abzielt, nicht nur den geneigten Kunstliebhaber, sondern Jahrzehnte später auch den Restaurator in dumpfes Brüten zu versenken, darf hinterfragt werden. Das Forum Ludwig restaurierte Duane Hansons Supermarket-Lady und berichtet darüber.
Blogs: Nein, ich gehöre nicht zu den Frauen, die Pippi Langstrumpfs sämtliche Vornamen herunterbeten können – was mich jedoch nicht daran hindert, mich unbändig über Lebenszeichen jenseits der gleichgeschalteten Kommerzgeilheit zu freuen. Für Freunde selbstgehäkelter Lieblingskuscheldecken und Sonntage unterm Apfelbaum: Es bloggen aus einer besseren Welt: Frau Liebe und die Nähmarie. Auch sehr charmant und gut für/gegen mein lausiges Englisch ist dieser Blog: Stay for Tea.
Website des AGA International Aquascaping Contest Aquascaping ist eine Sonderform der Aquaristik, bei der besonderer Wert auf die ästhetische Gestaltung des Aquariums gelegt wird. Pflanzen und Hardscape (Steine, Wurzeln) empfinden ein meditatives Landschaftsbild nach, in dem die Fische zu schweben scheinen. Als ideal wird hierbei die Formensprache der japanischen Gärten angestrebt.
Ein Kultururlaub ist zweifelsohne das größere Erlebnis, aber wer schon immer mal in Ruhe die Sixtische Kapelle besichtigen wollte, kann das auf der Website des Vatikans mit aktuellem Quick-Time-Plugin in 3D tun. Da schubst auch keiner und man darf mit Keksen krümeln. (Besonders schön ist Gottes Hintern bei der Trennung des Lichts von der Dunkelheit.)
Wikipedia-Artikel über Brieftaubenfotografie Man braucht gar keinen Jules Verne, um sich zu vergegenwärtigen, dass die technische Entwicklung und damit ein maßgeblicher Teil unseres Lebensumfeldes auch einen ganz anderen Weg hätte nehmen können. Und was für ein spannender Moment muss es gewesen sein, zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Dunkelkammer zu stehen und die Welt - womöglich zum ersten Mal - aus der Vogelperspektive sehen zu dürfen.
Ihr kennt das: Man sitzt in geselliger Runde und schwadroniert über den gesellschaftlichen Fortschritt, die Folgen des Imperialismus in der dritten Welt und die Lebenserwartung in Relation zum Bruttosozialprodukt (noch bevor das Gespräch durch die Folgen des Alkohols im dritten Glas unrettbar abdriftet) und in bester Stammtischmanier hat zwar niemand solide Zahlen zur Hand, aber jeder eine unumstößliche Überzeugung. Das tut der phantasievollen Abendgestaltung zwar keinen Abbruch, ist jedoch der Wahrheitsfindung äußerst hinderlich. Das wunderbare Tool Gapminder des Stockholmer Medizinprofessors Hans Rosling setzt eine wirklich beeindruckende Masse an statistischen Daten visuell verständlich in Relation zu einander und macht neugierig auf die Fakten jenseits tendenziöser Medienverwurstung.